Die Einsamkeits-Pandemie: Wie Social Media und Dating-Apps uns in die Falle locken – und was wirklich hilft
Shownotes
Warum fühlst du dich trotz Insta, Dating-Apps & tausend Kontakten oft einsamer denn je? Die Einsamkeits-Falle ist real – und du bist nicht allein!
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- Einstieg und Einführung ins Thema Einsamkeit
Beschreibung des Gefühls nach Social Media Konsum (00:00)
Die sogenannte „Einsamkeitspandemie“ in der heutigen Gesellschaft (00:12)
Persönliche Erfahrung aus über 25 Jahren Coaching und Workshops (00:44)
Ziel der Folge: Ursachen und Lösungen für moderne Einsamkeit (00:54)
- Unterschiede zwischen sozialer Isolation und Einsamkeit
Aktuelle Studien über das Gefühl von Einsamkeit (01:34)
Soziale Isolation vs. Einsamkeit: Begriffserklärungen (04:15)
Einsamkeit als Risikofaktor für Gesundheit und Wohlbefinden (04:32)
Reale Auswirkungen auf das Leben der Menschen (04:43)
- Social Media und die Illusion von Verbindung
Das Phänomen „Dumm Scrolling“ und wie es entsteht (06:02)
Wissenschaftliche Erkenntnisse: Passives Scrollen und gesteigerte Einsamkeitswerte (06:28)
Warum Social Media echte Begegnung verhindert (07:13)
Kuratierte Selbstdarstellung im Netz und ihre Auswirkungen (07:28)
- Suchtmechanismen von Apps und ihre Folgen
Psychologische Effekte wie Dopamin-Kicks durch Likes und Stories (08:04)
Trügerisches Gefühl von „Kontakt“ im digitalen Raum (08:16)
Wichtige Erkenntnis: Dopamin ist nicht dasselbe wie Verbindung (08:24)
Der Prozess des Verlernens von echtem Kontakt (08:33)
- Exkurs: Soziale Kompetenz verlernen
Vergleich zur verlorenen Fähigkeit Schwimmen im Atlantik zu lernen (08:49)
Die Angst vor echter Begegnung durch mangelnde Übung (09:05)
Konsequenzen des Rückzugs in die virtuelle Sicherheit (09:30)
- Dating Apps: Verlockung und Ernüchterung
Ursprungsgedanke der Dating Apps und die Realität (10:09)
Die Illusion von Vielfalt durch zu viele Optionen (10:54)
Psychologischer Effekt: Überforderung und Beliebigkeit (11:17)
Übergang vom Kennenlernen- in den Shoppingmodus (11:51)
Selbstdarstellung und Optimierung auf Dating Apps (12:12)
- Die emotionalen Kosten des Online-Datings
Zahlen und Statistiken: Wie selten es zu echten Dates kommt (12:30)
Negativer Effekt: Dating Burnout (12:56)
Misstrauen als Folge schlechter Erfahrungen im Netz (13:33)
Diese Erlebnisse beeinflussen auch neue, reale Begegnungen (14:03)
Dating Apps als kein Ersatz für echte Beziehungskompetenz (14:15)
- Innere Muster: Warum wir Nähe verhindern
Reflektion: Warum wir bei toxischen Mustern und Apps bleiben (14:46)
Das Distanzmuster: Immer ein Stück zurückbleiben aus Selbstschutz (15:20)
Das Performancemuster: Liebe und Anerkennung nur über Leistung suchen (16:34)
Auswirkungen beider Muster: Isolation trotz anderer Menschen (17:26)
Social Media und Datingapps verstärken diese Muster (17:43)
- Wege aus der Einsamkeit: Echte Begegnungen trainieren
Echte Verbindung als Übungsfrage – man kann es wieder lernen (18:34)
Live-Workshop „Connected“ als Lösung: Training echter Begegnung (18:56)
Warum solche Workshops offline und persönlich stattfinden sollten (19:25)
- Zusammenfassung und Fazit
Der rote Faden von der Ursache über digitale und innere Mechanismen bis zur Lösung (20:34)
Die Bedeutung, sich verletzlich zu zeigen und echte Verbindung zu üben (21:31)
„Was ein Mensch nicht übt, verlernt er“ – Kernaussage der Episode (21:47)
Abschließende Ermutigung: Verbindung ist lernbar (21:47)
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Transkript anzeigen
00:00:00: Du scrollst durch Instagram, liegst ein paar Bilder.
00:00:04: Guckst dir drei Stories an, legst das Handy weg und fühlst dich irgendwie leerer als vorher.
00:00:12: Willkommen in der Einsamkeitspandemie!
00:00:14: Die niemand so nennt die aber gerade mehr Menschen betrifft als jede Atemwegserkrankung der letzten Jahre.
00:00:23: Es gibt aktuelle Studien, die zeigen, dass mehr Menschen sich einsam fühlen als jemals zuvor und das auch ernste gesundheitliche Konsequenzen haben kann.
00:00:33: Warum fällt es uns immer schwerer wirklich in Kontakt zu kommen?
00:00:39: Obwohl wir technisch gesehen noch nie so vernetzt waren wie heute!
00:00:44: Ich gebe seit über twenty-fünf Jahren Workshops und Coachings.
00:00:49: Das war schon vor dem Smartphone-Thema, es ist nur dramatisch schlimmer geworden.
00:00:54: Und in der heutigen Folge gucken wir uns an warum und was du wirklich tun kannst.
00:01:09: Mission Liebe!
00:01:11: Der Podcast für Singles die nicht irgendeine Beziehung wollen sondern die richtige.
00:01:18: Hier geht's jede Woche ganz ehrlich um Dating, Liebe und Selbsterkenntnis von und mit Nina Deisler.
00:01:28: Du kannst auf einer Party stehen und trotzdem einsamer sein als jemand, der alleine zu Hause sitzt?
00:01:34: Du kannst tausend Freunde haben und dich einsam fühlen!
00:01:37: Und es gibt eine neue Studie die zeigt warum... ...und was das über unsere Beziehungskompetenz sagt.
00:01:57: was in Beziehungen passiert und in ihnen selber.
00:02:01: Ich bin Nina Deislau, ich begleite seit über twenty-fünf Jahren Menschen dabei ihre Beziehungsmuster zu verstehen alte Schutzstrategien loszulassen und echte Verbindung zuzulassend.
00:02:14: Ich habe vierzehn Bücher geschrieben, tausende Coachings und Workshops gegeben und ich lerne in dieser Arbeit bis heute jeden Tag dazu!
00:02:24: Und wenn du neu hier bist Schön, dass du da bist.
00:02:28: Abonnier gleich den Kanal!
00:02:29: Du verpasst nämlich sonst Folgen die genau im richtigen Moment für dich da sind und ich habe auch schon einige hundert davon hier hochgeladen.
00:02:40: Und wenn du schon länger dabei bist, danke!
00:02:43: Und du weißt das es nicht um Tricks geht, kein tu einfach so als ob oder werde zu deiner besten Version deiner selbst oder sowas, sondern um echte Auseinandersetzung mit dem was wirklich passiert in dir zwischen dir und anderen.
00:02:59: Und in einer Gesellschaft die gerade offensichtlich kollektiv verlernt aufeinander zuzugehen.
00:03:05: Genau darum geht es heute!
00:03:09: Ich habe vor ungefähr vierundzwanzig Jahren zum ersten Mal einen Workshop gegeben mit dem Thema aufeinander zugehen.
00:03:19: Komm in Kontakt, hießt er.
00:03:21: Und ich erinnere mich noch sehr gut daran wie ich dachte... Ist das eigentlich wirklich nötig?
00:03:27: Muss man das wirklich erklären?
00:03:29: Wie kann man das üben und muss man das überhaupt?
00:03:32: Die Antwort war damals schon ja offensichtlich schon!
00:03:37: Und das war, bevor wir alle ein Smartphone in der Tasche oder vor der Nase hatten.
00:03:43: Bevor es Instagram gab, bevor man abends auf der Couch sitzen und Netflixen konnte oder gleichzeitig mit zwanzig Menschen schreiben konnte ohne jemandem wirklich begegnen zu müssen ... Oder zu können!
00:03:57: Das war damals schon Thema.
00:03:59: Es ist nur seitdem dramatisch schlimmer geworden.
00:04:04: Eine aktuelle Studie der University of Bristol erschien im Fachjournal Nature Communications, hat was belegt das ich in meiner Arbeit immer und immer wieder beobachte.
00:04:15: Einsamkeit und soziale Isolation sind tatsächlich zwei unterschiedliche Dinge.
00:04:21: Soziale Isolaion heißt wenige Kontakte.
00:04:25: Einsammigkeit heißt auch wenn Kontakte da sind Tragen die nicht wirklich.
00:04:32: Und das Entscheidende, Einsamkeit ist der deutlich stärkere Risikofaktor für Depressionen, für schlechtere Gesundheit allgemein und für reduziertes Wohlbefinden.
00:04:43: den Leuten geht es schlechter.
00:04:46: Wer viele Menschen um sich rum hat aber keine echte Verbindung erlebt steht gesundheitlich ähnlich da wie jemand, der tatsächlich alleine lebt und übrigens auch für jemand, Und es ist keine Kleinigkeit.
00:05:00: Das ist eine Gesundheitsfrage!
00:05:03: In Deutschland wird das Wort Einsamkeit jeden Monat über achtzehntausend Mal gegoogelt, das sind Menschen die nach zum halb zwölf ihr Handy aufmachen und tippen weil sie nicht wissen wohin sonst damit?
00:05:22: Viele von denen haben am selben Abend zwei Stunden auf ihrem Handy verbracht.
00:05:27: Auf Instagram, auf TikTok, auf irgendwelchen Dating-Apps.
00:05:31: aber dazu kommen wir gleich noch.
00:05:35: Zuerst möchte ich, dass du dir selber mal eine Frage stellst und die lautet ... Also nicht Gelaikt, nicht gemocht.
00:05:53: Nicht für irgendwas gelobt sondern wirklich gesehen gefühlt so wie du gerade bist von jemandem auf eine gute Art.
00:06:02: Es gibt einen Begriff den ich in letzter Zeit immer öfter höre und es ist du scrolling das endlos scrollen durch feeds durch news durch andere leben meistens abends meistens wenn man eigentlich schlafen sollte meistens wenn sich irgendwie wo ich fühlt.
00:06:19: Dann passiert Doomscrolling, was die wenigsten wissen.
00:06:23: es gibt dazu tatsächlich inzwischen sehr klare Forschungsergebnisse.
00:06:27: Passives Scrollen also Inhalte konsumieren ohne überhaupt zu interagieren korreliert mit signifikant höheren Einsamkeitswerten.
00:06:39: das ist kein kein Bauchgefühl oder irgendeine Idee dass eine Datenlage.
00:06:44: und jetzt kommt der Teil der mich dabei extrem beschäftigt.
00:06:50: Social Media, also soziale Medien!
00:06:53: Das Wort Sozial steckt direkt im Namen und trotzdem produziert es bei den meisten Menschen das genaue Gegenteil von dem was wir uns unter sozial vorstellen echten Kontakt, echte Verbindung echtes gesehen werden.
00:07:08: Warum?
00:07:09: Weil es keine Verbindung ist.
00:07:13: Es ist in den meisten Fällen Konsum.
00:07:17: Du schaust dir das Leben anderer an.
00:07:20: Du liegst, vielleicht kommentierst du sogar!
00:07:23: Aber du begegnest niemandem wirklich.
00:07:25: Du zeigst dich auch selber nicht wirklich.
00:07:28: Der andere zeigt sich meistens auch nicht wirklich, er zeigt dir eine kuratierte Version seines Lebens die mit seinem echten Alltag manchmal herzlich wenig zu tun hat.
00:07:41: Ich hab eine Klientin, die mir mal erzählt hat.
00:07:44: Nina, ich verbringe jeden Abend zwei Stunden auf Instagram und danach fühle ich mich schlechter aber ... ich hör trotzdem nicht auf!
00:07:53: Und das ist kein Willensproblem.
00:07:56: Das is ein Mechanismus.
00:07:58: Diese Apps sind so gebaut dass du bleibst.
00:08:02: Und ich kenne es von mir selber.
00:08:04: Jeder Like, jede neue Story, jede Benachrichtigung Hier passiert was, hier ist irgendwie aufregend.
00:08:13: Hier bin ich nicht alleine nur dass du eben doch alleine bist weil Dopamin nicht dasselbe ist wie Verbindung und das ist eines der Dinge die ich vielleicht den wichtigsten Gedanken in dieser Folge finde.
00:08:33: was ein Mensch nicht tut es verlernt da.
00:08:38: Das macht ihm irgendwann Angst.
00:08:40: Ich erinnere mich total gut an Gespräch, das ich mal hatte mit einer französischen Journalistin, die mir erzählt hat, dass sie am Atlantik aufgewachsen ist.
00:08:49: und in ihrer Kindheit hat jedes Kind auch im Atlantick schwimmen gelernt.
00:08:55: Mit Wellen!
00:08:55: Mit Strömung!
00:08:56: Mit allem!
00:08:57: Mit echtem Wasser!
00:08:59: Heute macht man es nicht mehr.
00:09:01: Man sagt, es ist zu gefährlich Es ist zu unkontrollierbar Zu viel Risiko.
00:09:06: Die Kinder lernen nicht mehr im Atlantik schwimmen.
00:09:08: Aber weißt du, was passiert ist?
00:09:10: Noch nie sind so viele Menschen in dieser Gegend ertrunken im Meer wie heute – weil sie es nicht können und nicht gelernt haben.
00:09:19: Weil man sie davor geschützt hat, es zu lernen!
00:09:25: Und genau so ist es mit dem Aufeinanderzugehen.
00:09:30: Wir haben uns in die virtuelle Welt zurückgezogen, sicherer als.
00:09:35: Es ist bequemer, es ist einfacher.
00:09:39: Du hast kein echtes Risiko für Ablehnung, kein unangenehmes Schweigen, keinen Moment in dem man nicht so genau weiß was man sagen soll oder so.
00:09:49: und genau dadurch haben wir aber auch verlernt das zu tun!
00:09:54: Und je länger wir's nicht tun desto schwerer wirds und desto einsamer werden wir.
00:10:02: Wir schützen uns vor dem Risiko.
00:10:05: Cool!
00:10:06: Aber wir gewinnen dabei auch nix.
00:10:09: und das nächste Kapitel der Geschichte, und das ist eines des mich als jemanden, der seit fünfundzwanzig Jahren mit Singles arbeitet wirklich umtreibt.
00:10:22: Dating-Apps Erst mal.
00:10:27: die Idee dahinter klingt ja eigentlich total vernünftig.
00:10:29: Du bist Single du willst ja im Kennen lernen also gehst du da hin wo andere Singles auch sind.
00:10:35: Logisch.
00:10:36: Nur dass das, was diese Apps produzieren mit echtem Kennenlernen oft herzlich wenig zu tun hat.
00:10:45: Fangen wir mal mit der Auswahl an!
00:10:47: Theoretisch kannst du auf einer Dating-App Zugang zu tausenden Menschen haben.
00:10:54: Das ist ja super, klingt nach Fülle – is es aber nicht.
00:10:57: Weil was passiert wenn wir zu viele Optionen haben?
00:11:02: Es gibt einen ziemlich bekannten Versuch aus der Konsumpsychologie, Supermarkt-Joghurtregal.
00:11:08: Wenn drei Sorten stehen greift man zu einer!
00:11:12: Wenn hundertzwanzig Sorten stehen geht man meistens ohne Joghur nach Hause.
00:11:17: Zu viel Auswahl lämt, zuviel Auswahl überfordert und zuviele Auswahl macht auch jede einzelne Option beliebiger.
00:11:27: Und genau das passiert auf Dating Apps.
00:11:31: Der Mensch hinter dem Profil wird einfach zu einer Option unter tausenden anderen Optionen.
00:11:37: Gleich greifbar, nicht mehr wirklich real und irgendwo im Hinterkopf sitzt dieser Gedanke.
00:11:42: Da kann ja sein dass der oder die nächste noch besser passt.
00:11:48: Dabei sind wir dann gar nicht mehr im Kennenlernen-Modus.
00:11:51: Wir sind im Shopping-Modus.
00:11:54: Wir scrollen durch ein Katalog zwischen links, zwischen rechts.
00:11:59: Bewerten in Sekunden Bruchteile nach Fotos nach zwei Sätzen in der Bio nach dem ersten Satz den jemand schreibt und wir werden dabei selber zum Produkt.
00:12:12: Wir inszenieren uns!
00:12:13: Wir optimieren unsere Profile überlegen welches Foto besser ankommt Und das ist das genaue Gegenteil von Verbindung.
00:12:25: Dann kommen die Zahlen und diese sind wirklich nicht ermutigend.
00:12:30: Studien zeigen immer wieder zum Beispiel, dass ein durchschnittlicher Mensch auf einer Dating-App nur auf den Bruchteil seiner Antworten überhaupt eine Nachricht bekommt, dass die meisten Matches nie zu einem ersten Gespräch führen, das die meisten Gespräche nie zu dem Date führen, dass sie meisten Dates nicht zu einer Beziehung führen.
00:12:50: Und es gibt einen Wort dafür.
00:12:52: Dieses Wort heißt Dating, Burnout.
00:12:56: Und ich sage das nicht um dich zu entmutigen!
00:12:59: Ich sag es weil ich verstehe warum so viele Menschen nach Monaten auf diesen Apps erschöpft und desillusioniert sind.
00:13:07: du suchst ein Partner keine Statistik aber die App zwingt dich dich wie eine Statistika zu fühlen.
00:13:15: und dann passiert was mich als Coach dann auch wirklich beschäftigt.
00:13:21: Nämlich schlechte Erfahrungen auf diesem Plattform, Ghosting, Unehrlichkeit.
00:13:26: Menschen die sich ganz anders verhalten als ihr Profil oder ganz anders sind als Ihr Profil, die hinterlassen Spuren und nicht nur gegenüber den Menschen, die uns enttäuscht haben.
00:13:37: sie machen uns vor allen Dingen misstrauisch gegenüber allen Menschen.
00:13:43: ich erlebe das so häufig auch in meinen Workshops.
00:13:46: jemand sitzt da und hat Wirklich schlechte Erfahrungen gemacht und begegnet jetzt auch tollen, aufrichtigen wirklich interessanten freundlichen Menschen mit so einer Grundskepsis die diese Menschen gar nicht verdient haben.
00:14:03: Und das alte Mistraunt klebt an der neuen Begegnung mit entsprechenden Folgen oder eben keinen Folgen.
00:14:10: Ja, Dating-Apps können Weg sein.
00:14:12: Aber sie sind kein Ersatz für Beziehungskompetenz und sie sind definitiv kein Ersaatz für echte Begegnungen!
00:14:21: Ziemlich ermisst, wenn man es mal so zusammenfasst, möchte ich sagen... Wir haben jetzt viel über die Außenwelt gesprochen bei Apps, über Social Media, über Algorithmen und Auswahl, Erschöpfung, Dated Burnout.
00:14:34: Ich möchte aber noch einen Schritt weitergehen bzw.
00:14:38: ich möchte ein Schritt nach innen gehen Denn die eigentliche Frage ist ja nicht nur, was machen diese Plattformen mit uns.
00:14:46: Sondern warum lassen wir das zu?
00:14:51: Warum bleiben wir drinnen, obwohl wir merken dass es uns nicht dem näher bringt, was wir wirklich wollen?
00:14:59: und da wird's dann ziemlich interessant.
00:15:02: Ich beobachte in meiner Arbeit regelmäßig zwei Muster.
00:15:05: immer wieder sehe ich ständig zwei Arten wie Menschen echte Verbindung verhindern ohne das zu merken und auch meistens ohne es zu wollen.
00:15:14: Und genau dann, wenn Sie sich am allermeisten danach sehen ... Das erste Muster ist das Distanzmuster.
00:15:23: Und Distanz bedeutet gar nicht, dass jetzt jemand irgendwie unfreundlich ist oder kalt oder desinteressiert, sondern Distanz bedeutet, dass jemand immer ein kleines Stück zurückhält.
00:15:40: immer ein bisschen unerreichbar ist.
00:15:42: Immer so, dass es nicht wirklich weh tun kann.
00:15:45: Man ist dabei aber man ist nicht wirklich da.
00:15:50: Also... Nicht mittendrin!
00:15:53: Man schreibt aber nicht ganz das was man denkt.
00:15:57: Man trifft sich aber man zeigt nicht wirklich wie wichtig diese Begegnung eigentlich ist.
00:16:04: und der Grund ist Sicherheit.
00:16:06: Distanz fühlt sich sicher an.
00:16:08: Das ist auch der Punkt.
00:16:10: Sie ist eine Schutzstrategie, eine die vielleicht sogar mal Sinn ergeben hat in der Familie, wenn irgendwie gefährlich war, vielleicht nach einer Trennung, die wirklich weh getan hat.
00:16:21: Vielleicht auch einfach nach zu vielen Enttäuschungen.
00:16:25: Aber Distanz schützt dich nicht nur vor Schmerz, sie schütze dich auch vor Verbindung.
00:16:34: Das zweite Muster ist das Performance-Muster.
00:16:37: Performance sieht von außen oft beeindruckend aus.
00:16:40: Der Mensch ist meistens charmant, witzig, kompetent, bringt Leute zum Lachen, weiß immer was zu sagen ist.
00:16:47: Wirkt souverän und hat richtig was auf dem Kasten.
00:16:51: Setzt sich ein!
00:16:53: Und kriegt dafür Respekt.
00:16:54: Bewunderung.
00:16:56: Manchmal sogar Zuneigung.
00:16:59: Liebe für Leistung?
00:17:01: Ist das Grundprinzip.
00:17:03: Nur das Ding ist man zeigt sich eigentlich nicht wirklich.
00:17:07: Ein studierte Version von sich, eine die gut ankommt.
00:17:11: Eine, die sicher ist.
00:17:12: und irgendwann sitzt dieser Mensch abends da und denkt ... Die mögen mich!
00:17:18: Aber kennen sie mich eigentlich?
00:17:21: Beide Muster, Distanz und Performance haben dasselbe Ergebnis.
00:17:26: Man bleibt allein.
00:17:27: Zwar nicht weil dann niemand da ist sondern weil man sich selber gar nicht richtig zeigt.
00:17:35: Das ist dieser wichtige Punkt daran.
00:17:38: Diese Muster werden nämlich durch Social Media und durch Dating-Apps nicht besser.
00:17:42: im Gegenteil, die werden verstärkt.
00:17:45: Distanz auf einer App – Kinderleicht!
00:17:49: Du kannst tagelang schreiben ohne dich wirklich einzulassen, ohne dich zu zeigen.
00:17:53: Du kannst ein Date absagen ohne Konsequenzen, du kannst verschwinden ohne Erklärung.
00:17:59: Performance auf eine App ist das Grundprinzip.
00:18:03: Du optimierst dein Profil, du überlegst dir den perfekten ersten Satz.
00:18:08: Du zeigst dein bestes Foto... Du bist nicht du!
00:18:12: Du bist deinen Marketing.
00:18:13: also kein Wunder dass wir immer einsamer werden.
00:18:18: Wir üben täglich uns nicht zu zeigen und wir werden immer besser darin.
00:18:23: Und gleichzeitig verlernen wir was echte Verbindung braucht Den Mut gesehen zu werden so wie man ist ohne Optimierung, ohne Schutzwall.
00:18:35: Und ich sage das nicht um dich zu beschämen!
00:18:37: Ich sage es weil... ...ich diese Muster aus der eigenen Beobachtung kenne und weil ich weiß dass sie lernbar sind, dass man sie erkennen kann und vor allen Dingen... ...dass man sie verändern kann.
00:18:49: aber dafür braucht's echte Begegnungen und nicht noch mehr Swipes oder noch mehr Apps.
00:18:56: Genau da kommt zum Beispiel Connected ins Spiel.
00:19:00: Connected ist nämlich kein Online-Kurs, kein Selbststudium, kein weiteres Programm, das du allein vor dem Bildschirm durchknickst.
00:19:11: Connected is a live Workshop – drei Tage!
00:19:16: Dieses Mal in Soltau einer kleinen Gruppe mit mir und meinem Team persönlich vor Ort.
00:19:23: Und warum live?
00:19:24: Und warum persönlich?
00:19:25: Ich glaube, dass dürfte inzwischen klar sein Beziehung findet nicht im Kopf statt.
00:19:31: Du kannst hundertmal vom Kopf her verstanden haben, warum du dich anpasst oder auf Abstand gehst oder performst.
00:19:38: Interessant wird es in dem Moment, indem dir jemand gegenübersteht den du interessant findest.
00:19:45: In Connected erlebst du genau das nur in einem geschützten Rahmen.
00:19:50: Du übst Dich zu zeigen!
00:19:52: Du erkennst wann dein altes Muster anspringt und du machst eine andere Erfahrung Eine, bei der du nicht zwischen Selbstaufgabe und Rückzug wählen musst.
00:20:04: Das nächste Connection findet vom fünfundzwanzigsten bis siebenundzwanziger September statt inklusive Live-Onlinevorbereitung und Integration.
00:20:13: Und den Link findest Du in den Shownauts.
00:20:16: also schau dir den an!
00:20:18: Wenn du lange genug weißt warum du bestimmte Dinge tust aber merkst dass dieses Wissen im entscheidenden Moment einfach nicht reicht, dann ist Connected wie für dich gemacht.
00:20:31: Und wir sind heute langweig gegangen von der Frage warum so viele Menschen einsam sind obwohl sie eigentlich alles haben über Social Media das uns das Gefühl von Verbindung verkauft und es aber gleichzeitig des üben echter verbindungen abnimmt bei Dating Apps die uns in den Shopping Modus bringen anstatt in den Kennenlernmodus Und zu den Mustern in uns selber.
00:20:58: Distanz und Performance, die echte Nähe verhindern – obwohl wir uns eigentlich nichts Sehnlicher wünschen!
00:21:07: Und dann ist da noch die Geschichte vom Atlantik was ein Mensch nicht übt, Verlernter.
00:21:16: Was er verlernt macht ihm irgendwann Angst.
00:21:19: Wir haben uns in die Sicherheit der virtuellen Welt zurückgezogen.
00:21:23: Wir schützen uns vor dem Risiko echter Begegnung, aber wir gewinnen dabei auch nix.
00:21:31: Echte Verbindung entsteht nicht durch mehr Optionen oder leichtere Optionen.
00:21:37: Sie entsteht da wo du dich zeigst, wo du bleibst und wo du den anderen wirklich siehst und dich selber dabei nicht verlierst.
00:21:47: Das ist lernbar!
00:21:49: Ich verspreche dir das alles.
00:21:52: Liebe deine Nina.
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