Warum du nicht gehst, obwohl du weißt, dass es nichts wird

Shownotes

Warum gehst du nicht – obwohl du längst weißt, dass es nichts wird? Erfahre, warum „die Hoffnung“ dich in der Dating-Schleife gefangen hält!

1.)

Einstieg: Der Greifautomat als Metapher

  • Kindheitserlebnis am Greifautomaten auf dem Rummelplatz
  • Parallele zur Liebe: Investieren von Zeit, Energie, Hoffnung
  • Gefühl, "jetzt erst recht" weiterzumachen, obwohl Verluste sich häufen (00:01 bis 00:52)

2.)

Psychologischer Hintergrund: Verlustaversion

  • Erklärung, warum Verluste schmerzhafter sind als Gewinne
  • Tendenz, Verluste vermeiden zu wollen – auch auf Kosten von noch mehr Verlusten (03:46 bis 04:37)

3.)

Das Fantasiegebilde

  • Verlieben in das Potenzial eines Menschen
  • Unterschied zwischen realer Person und gedachtem Ideal
  • Warum sich das wie Liebe anfühlt, aber nicht Liebe ist (05:01 bis 07:11)

4.)

Verschiedene Formen des "Automaten-Spiels" in Beziehungen

  • Situationship:
    • Involviert sein, aber nie wirklich verbindlich
    • Emotional und energetisch beschäftigt, kein Raum für Neues (07:27 bis 08:21)
  • Achterbahnbeziehung:
    • Wiederkehrende Dramen und Versöhnungen
    • Illusion, Streit und Versöhnung seien Zeichen von Liebe und Hoffnung (08:25 bis 10:04)
  • Wertedissonanz:
    • Zwei Menschen mit sehr unterschiedlichen Lebensentwürfen (z.B. Kinderwunsch, Lebensort, Religion)
    • Hoffen auf Kompromisslösungen, die nicht befriedigen (10:14 bis 11:38)
  • Narzisstische Beziehung:
    • Perfektionierung des Mechanismus: Immer wieder Hoffnung, aber keine Erfüllung
    • Persönliche Erfahrungen von Nina Deissler (11:48 bis 13:20)

5.)

Anzeichen dafür, dass du an einem „Automaten“ festhängst

  • Du sprichst mehr über Potenzial/Vergangenheit als über die Realität
  • Du erklärst und entschuldigst ständig das Verhalten des anderen
  • Ständig unklare Beziehungsdefinition („Was sind wir?“)
  • Emotionale Hochs und Tiefs als Beweis für Hoffnung missdeuten
  • Keine Offenheit für neue Menschen/Situationen (14:52 bis 16:45)

6.)

Warum fällt das Loslassen so schwer?

  • Verlustangst, Angst vorm Aufgeben und „Investition“ als Hürde
  • Schmerz über verlorene Zeit/Energie schwerer als Weitermachen (17:12 bis 18:13)

7.)

Der Kreislauf: Wann ist genug investiert?

  • Erkenntnis, dass weitere „Investitionen“ nichts bringen
  • Manche Situationen/Menschen sind einfach nicht bereit oder passend (18:13 bis 19:16)

8.)

Raum schaffen für echte Liebe

  • Loslassen schafft Platz für das, was wirklich passt
  • Sicheres Gefühl als Ziel, nicht ständiges Hoffen oder Warten (19:16 bis 22:32)

9.)

Drei zentrale Tipps/Haltungen zum Ausstieg

  • Auf das schauen, was ist, nicht was sein könnte
  • Klare Kommunikation über eigene Wünsche
  • Entscheidung für sich selbst und die eigenen Bedürfnisse (19:41 bis 22:32)

10.)

Buchempfehlung & Persönliche Entwicklung

  • Vorstellung des Buchs „Du bist nicht beziehungsunfähig“
  • Muster und Überzeugungen in sich selbst erkennen und hinterfragen (22:41 bis 23:55)

11.)

Zusammenfassung & Fazit

  • Verlustaversion als Kernmechanismus
  • Greifautomat-Metapher in allen Beziehungsvarianten
  • Loslassen als stärkste und mutigste Entscheidung für mehr Selbstwert und echte Liebe (24:14 bis Ende 26:42)

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Transkript anzeigen

00:00:00: kennst du diese Greifautomaten auf dem Rummelplatz?

00:00:04: Du weißt schon, mit diesem Greifarm und dem Stofftier drin und diesem Versprechen, dass du einen Euro einwirfst und dir dann einen Preis angelt.

00:00:14: Der ja im Grunde schon zum Greifen nah ist!

00:00:17: Und dann wirfst du den Euro ein und greifst daneben noch ein.

00:00:22: der Arm greift lässt los nix noch einer nochmal nichts.

00:00:28: aber Jetzt hast du ja schon drei Euro da reingeworfen.

00:00:32: Aufhören wär ja aufgeben, Verschwendung!

00:00:35: Also nochmal und noch mal ... Und irgendwann stehst du da, hast dein ganzes Geld verplämpert und kein Stoff hier.

00:00:42: Du fragst dich, oh, es ist gerade passiert?

00:00:47: Ich war zwölf.

00:00:49: Das Gefühl von damals, das erinnere ich bis heute.

00:00:53: Es hat eine Parallele weil vielleicht machst du das grade auch an zwei in der Liebe Nicht mit Euros, sondern mit Zeit.

00:01:02: Mit Energie und Hoffnung!

00:01:04: Mit dir selber.

00:01:05: noch ein Versuch, noch eine Chance.

00:01:07: Diesmal wird's was.

00:01:09: Dies mal klappt es diesmal vielleicht oder vielleicht ist es Zeit vom Automaten wegzugehen.

00:01:27: Mission Liebe der Podcast für Singles die nicht irgendeine Beziehung wollen, sondern die richtige.

00:01:36: Hier geht's jede Woche ganz ehrlich um Dating, Liebe und Selbsterkenntnis von und mit Nina Deisler.

00:01:46: Herzlich willkommen zum Mission Liebe Podcast dem Podcast für alles Singles die aufhören wollen an der Liebe zu zweifeln und anfangen!

00:01:55: an sich selber zu glauben.

00:01:57: Ich bin Nina Deisler und ich begleite seit über twenty-fünf Jahren Menschen dabei, in der Liebe das zu bekommen was sie wirklich wollen und zwar ohne Spielchen, ohne Tricks und ohne Manipulation Und auch nicht mit Durchhalten um jeden Preis oder ewiges hoffen sondern durch Klarheit über sich selber über den anderen und für echte Liebe und erfüllte Partnerschaft.

00:02:22: Und heute reden wir über etwas, das ich in meiner Arbeit eigentlich ständig sehe – etwas, was so menschlich ist, dass es fast weh tut!

00:02:32: Das gleichzeitig so viel kostet, dass man irgendwann wirklich aufhören muss, als Liebe zu bezeichnen.

00:02:40: Bevor wir starten, falls du es noch nicht getan hast, abonniere diesen Kanal, denn wir haben in den nächsten Wochen Folgen, die du wirklich nicht verpassen willst und auch schon über vierhundert Folgen zu allen möglichen Themen rundum liebe Dating Männer und Frauen für dich.

00:02:59: Und damit direkt rein ins Thema.

00:03:03: Ich war also zwölf Sommerferien, Rummelplatz Taschengeld in der Hand und dann stand da dieser Automat mit tollem Teddybären drin so verlockend und so als wäre es schon meiner und ich muss ihn nur noch holen.

00:03:20: Ein Euro, ein Greifarm... Und du kennst das Ende der Geschichte!

00:03:25: Was mich aber bis heute fasziniert ist nicht das Stofftier sondern dieses Gefühl dass mich dazu gebracht hat immer weiter reinzuwerfen.

00:03:34: Dieses hartnäckige, fast trotzige Gefühl.

00:03:38: Jetzt erst recht!

00:03:39: Ich habe schon so viel investiert.

00:03:41: Aufhören wäre doch jetzt total sinnlos – noch ne Mark und noch eine Mark.

00:03:46: Und das nennt die Psychologie Verlust-Aversion.

00:03:50: Das ist einer der mächtigsten und gefährlichsten Mechanismen, die wir als Menschen kennen und den wir ausgesetzt sind.

00:03:58: Dieser Grundgedanke ist ziemlich simpel Wir bewerten Verluste stärker als gleichwertige Gewinne.

00:04:05: Der Schmerz etwas zu verlieren ist psychologisch fast doppelt so stark wie die Freude, etwas Gleichwertiges zu gewinnen.

00:04:13: Das bedeutet wir tun alles um einen Verlust zu vermeiden auch wenn das bedeutet noch mehr zu verliern.

00:04:23: und beim Greifautomat kostet uns das ein paar Euro.

00:04:26: heute und im Leben in Beziehung, in Situationen.

00:04:29: In Menschen, in die wir investiert haben kann es uns Jahre kosten.

00:04:35: Manchmal ein Jahrzehnt!

00:04:37: Und das Türkische daran ist... Es fühlt sich nicht falsch an.

00:04:41: Es fühlte sich an wie Liebe, wie Treue, wie Durchhaltevermögen.

00:04:49: Aber ist es das wirklich?

00:04:52: Ich ... will dir heute von einem Muster erzählen dass ich in Gesprächen, in Workshops, in Mails die ich bekomme immer und immer wieder sehr.

00:05:02: Und ich nenn es das Fantasiegebilde!

00:05:04: Das gibt es bei Männern genau wie bei Frauen.

00:05:09: Du lernst jemanden kennen?

00:05:11: Dieser Mensch hat in bestimmten Momenten etwas wirklich Besonderes.

00:05:16: Es ist schon mal ein aufmerksam, witzig.

00:05:18: was auch immer zeigt dir Seiten von sich die dich berühren.

00:05:23: du siehst sein oder ihr Potenzial.

00:05:25: Du siehst wer dieser Mensch sein könnte wenn er nur wollte Wenn er nur Könnte Wenn Die Umstände anders wären und dann Dann hält er nicht was diese Momente versprochen haben oder sie meldet sich nicht verlässlich, ist mal da.

00:05:50: Mal weg!

00:05:50: Gib dir gerade genug damit.

00:05:53: du bleibst aber nie genug, damit du wirklich ankommst.

00:05:58: Die Beziehung bleibt in so einer Schwebe die sich irgendwie nach Potenzial anfühlt aber nie nach Wirklichkeit.

00:06:07: und Du bleibest Weil du nicht in sie oder ihn verliebt bist, sondern du bist in das Fantasiegebilde verliebt.

00:06:14: In die Version von dieser Person, die du in diesen guten Momenten gesehen hast – in den Menschen der er oder sie sein könnte!

00:06:25: Und das ist ein entscheidender Unterschied weil das Fantasi-Gebilde existiert... ...in deinem Kopf.

00:06:32: Es ist real für dich.

00:06:34: es fühlt sich an wie Liebe es schmerzt wie Liebes zieht wie Liebe.

00:06:39: Aber der echte Mensch vor dir, der zeigt dir die ganze Zeit wer er wirklich ist und du schaust woanders hin.

00:06:49: Ich sage dir das nicht als Vorwurf.

00:06:51: ich sag es weil ich weiß wie verlockend Potenzial is!

00:06:56: Wie viel schöner es ist in das zu investieren was sein könnte als anzuerkennen was ist.

00:07:03: aber Beziehungen funktionieren nicht mit Potential Beziehungen funktionieren nur mit Realität.

00:07:13: Und jetzt will ich ehrlich sein, weil der Greifautomat ja nicht nur eine Form hat.

00:07:19: Der kommt in vielen Verkleidung und manche davon sind so geschickt dass man sie vielleicht erst nach Jahren erkennt.

00:07:28: Und ein Klassiker den man vielleicht erkennt aber nicht wahr haben will ist die Situationship.

00:07:35: Da ist jemand in deinem Leben, kein richtiger Partner.

00:07:38: Aber ja auch nicht nix!

00:07:40: Ihr trefft euch, ihr habt eine Verbindung.

00:07:43: Vielleicht habt ihr guten Sex und irgendwie ist da immer das Gefühl, da könnte mehr draus werden vielleicht irgendwann nur... Irgendwann kommt nie.

00:07:54: Und während du in dieser Situation steckst passiert was ganz subtiles Du bist beschäftigt.

00:08:01: Und zwar emotional, energetisch und gedanklich!

00:08:04: Du hast gar keine Kapazität für jemanden der wirklich da sein will.

00:08:10: Kein Raum für das was du eigentlich suchst weil ... Der Automat hält dich beschäftigt und du merkst gar nicht dass du dabei das Wichtigste verpasst.

00:08:21: eine Beziehung die wirklich möglich wäre.

00:08:25: Eine andere Variante ist die Arterbahnbeziehungen.

00:08:28: Das ist Vielleicht die verbreitete Form und gleichzeitig die, über die häufig am wenigsten offen gesprochen wird.

00:08:34: Da ist jemand der wirklich eine Beziehung will!

00:08:38: Und die oder der sagt das auch, ja?

00:08:41: Der vielleicht auch wirklich liebt auf seine Art.

00:08:44: Aber es gibt Drama immer wieder.

00:08:48: Eifersuchtszenen, die gefühlt aus dem Nichts kommen.

00:08:51: Vorwürfe, die sich im Kreis drehen.

00:08:54: Versöhnungen ... So intensiv und schön sind, dass man vergisst was davor war.

00:08:58: Und dann kurze Zeit später der ganze Scheiß von vorn.

00:09:04: Das musste es klar oder?

00:09:06: Streit Schmerzversöhnung Glück!

00:09:07: Streit schmerz versöhnungsglück!

00:09:09: Die Versöhnungen ist der Euro im Automaten.

00:09:15: Dieses kurzer Aufflackern von Hoffnung das dich glauben lässt siehst

00:09:19: du?!

00:09:20: Es geht doch!

00:09:21: Ja diesmal wird's anders.

00:09:25: Wirds nicht Weil das Muster nicht von selbst aufhört ist, wiederholt sich bis einer von beiden die Kraft aufbringt auszusteigen oder komplett zerbricht.

00:09:39: Und das Türkische an dieser emotionalen Achterbahn ist es fühlt sich nach Leidenschaft an!

00:09:46: Nach echter tiefer intensiver Liebe.

00:09:50: und manchmal ist da auch echte Liebe.

00:09:53: Aber Leute, lieber alleine trägt keine Beziehung.

00:09:58: Was trägt?

00:09:58: Habe ich neulich in einer anderen Folge erklärt.

00:10:02: Schau sie dir an wenn du das noch nicht getan hast.

00:10:05: Das ist die Möglichkeit gerade, wenn du abonniert hast einfach zurück zu scrollen.

00:10:11: Dann gibt es noch eine weitere Form, die ich ganz häufig sehe zwei Menschen, die sich wirklich mögen, die vielleicht sogar lieben aber die so grundsätzlich verschiedene Vorstellungen davon haben wie ihr Leben aussehen soll.

00:10:25: Darüber haben wir letzte Woche mit Sven Gaborjanski gesprochen, wie sollen meine Zukunft aussehen?

00:10:30: Eine will Kinder, der andere nicht!

00:10:32: Sie will eine Fernbeziehung, er kann das nicht.

00:10:35: Er ist religiös, sie isst es nicht.

00:10:38: Sie will irgendwann auswandern, er ist fest verwurzelt und dann beginnt so ein ewiges Hin- und Her.

00:10:46: Und des hoffen dass der Andere sich doch noch ändert weil Der ist doch so toll oder die ist auch so toll.

00:10:53: Dieses Kompromisse suchen, die keine wirklichen Kompromissen sind sondern so halb gare Zwischenlösungen, die beide unwirklich machen.

00:11:03: Das Warten dass das Leben vielleicht schon irgendwann eine Lösung liefern wird und ich sage dir das sehr direkt.

00:11:10: Werte lassen sich nicht weglieben.

00:11:14: man kann jemandem von Herzen gern haben und trotzdem nicht mit dieser Person leben können Und es ist kein Versagen in der Liebe.

00:11:23: Das ist einfach eine Realität, wenn die Vorstellungen von der gemeinsamen Zukunft zu weit auseinander liegen und je länger man wartet, in der Hoffnung dass sich das irgendwie löst bist du stärker.

00:11:36: hängt man am Automaten weil man doch jetzt schon so viel da rein investiert hat.

00:11:43: oder gibt's noch die gefährlichste Form von allen über die ich besonders offen sprechen möchte, weil ich sie selber erlebt habe und da genau das Echo dieses Gefühls von damals als zwölfjährige so krass hatte.

00:11:59: Die nazistische Beziehung!

00:12:01: Denn der nazistischen Partner ist der Automat in seiner perfektesten Form.

00:12:06: Weil er so gebaut ist, dass du immer wieder reinschmeißt, oder?

00:12:09: Weil er dir in den ersten Wochen manchmal Monaten das Stoff dir zeigt – nah genug, dass Du es fast greifen kannst.

00:12:18: Ja Mann, da aufmerksam.

00:12:20: Mach dich zur Hauptperson deines Lebens!

00:12:23: Und du fühlst dich gesehen wie nie zuvor.

00:12:26: Es ist so intensiv und dann beginnt diese schleichende Verschiebung Kritik die sich als Fürsorge tarnt Kontrolle die sich wie Leidenschaft anfühlt Momente der Wärme Die aber immer seltener werden Aber gerade häufig genug um Dich zu halten Glauben zu lassen, das war der echte Mensch.

00:12:50: Da!

00:12:50: Ja?

00:12:51: Das ist er da auch ja?

00:12:52: Er kann es doch.

00:12:55: Ich habe das erlebt und ich sage dir... Es ist nicht deine Schuld wenn du in so einer Beziehung feststeckst.

00:13:02: Nazistische Menschen sind Experten darin genau das zu geben was du brauchst und zwar so dosiert dass du nie wirklich satt wirst.

00:13:13: Dass du immer hungrig bleibst und dass du immer hoffst Und in dieser Situation schmeißt du zeitweise dein ganzes Geld in diesen Automaten, ohne dass sich der Kran überhaupt auch nur einmal bewegt und du lernst zu glauben das du einen Fehler gemacht hast.

00:13:32: Aber die Wahrheit ist... Das Stoff hier gibt es gar nicht!

00:13:36: Es hat es nie gegeben.

00:13:38: Der Automat ist so gebaut, dass du immer verlierst egal was du machst.

00:13:44: Und der erste Schritt raus Der allererste ist dieser.

00:13:49: Schau auf das, was wirklich isst!

00:13:52: Nicht auf dass, was in guten Momenten aufplitzt – nicht auf das Potenzial sondern auf die Realität, die sich täglich zeigt, die ich heute zeig', die ich morgen zeig'.

00:14:03: Und ich sag's nicht gern aber du musst es hören.

00:14:07: Was nämlich alle diese Situation gemeinsam haben ist ein Suchtmuster.

00:14:12: Du bist, ohne dass du es gemerkt hast, süchtig geworden.

00:14:16: Oder vielleicht auch süchtigt gemacht worden?

00:14:18: Aber ja das ist nicht deine Schuld!

00:14:21: Es ist in deiner Verantwortung da rauszukommen.

00:14:25: Nur du kannst daraus kommen und lass uns ganz konkret werden weil ich glaube, dass viele Menschen sich vielleicht in dieser Folge wieder erkennen und gleichzeitig nicht sicher sind ob das bei ihnen wirklich so ist.

00:14:39: Ob sie wirklich ... am falschen Automaten stehen.

00:14:44: Und ja, genau das ist Teil des Musters!

00:14:48: Also hier sind ein paar Zeichen.

00:14:52: Ein Zeichen ist du redest mehr über das Potenzial und vielleicht auch die Vergangenheit als über die Realität.

00:14:59: Wenn du über ihn oder sie sprichst zu Freunden, zu dir selbst, redest du dann über das was gerade wirklich ist?

00:15:05: Oder über dass was sein könnte?

00:15:08: Wenn die Antwort meistens Letzteres ist, dann liebst du ein Fantasiegebilde.

00:15:15: Weitens!

00:15:16: Du erklärst sein Verhalten ständig.

00:15:19: Er meldet sich nicht aber er hat ja auch gerade viel Stress.

00:15:22: Er zeigt keine Verbindlichkeit.

00:15:24: Ja, aber er hatte ja auch Bindungsangst und er braucht Zeit.

00:15:27: Er tut Dinge, die dir wehtun, aber eigentlich meint das nicht so.

00:15:34: Erklären is menschlich Aber wenn du seien oder ihr verhalten konstant erklären und vielleicht auch entschuldigen muss, damit es überhaupt noch okay ist.

00:15:43: Dann ist es nicht ok!

00:15:48: Noch sowas du fragst dich ständig was hier eigentlich seid also nicht einmal, nicht zweimal sondern so als Dauerzustand diese Unklarheit dieses Schweben dieses Nicht-Wissen.

00:15:59: wenn das seit Monaten so geht dann ist diese Un Klarheit keine Phase.

00:16:03: dann ist die Beziehung die Du hast Nach jedem Streit, nach jedem Drama, nach jeder Enttäuschung hoffst du auf die Versöhnung und nimmst sie als Beweis das es doch funktioniert.

00:16:18: Aber das ist nicht der Beweis!

00:16:20: Das ist einfach nur der nächste Euro im Automaten.

00:16:25: Und auch natürlich ein Zeichen bei Situationships zum Beispiel dass Du aufgehört hast nach anderen Ausschau zu halten weil Du ja schon jemanden hast irgendwie Vielleicht.

00:16:37: Also du bist nicht verfügbar, aber eigentlich auch nicht vergeben und dabei verpasst du alles was tatsächlich kommen könnte.

00:16:47: Erkennst Du Dich in einem dieser Punkte oder in zwei oder in allen?

00:16:53: Dann ist das vielleicht die Einladung ehrlich hinzuschauen!

00:17:01: Und der entscheidende Frage ist ja gar nicht warum passiert

00:17:04: das?!

00:17:06: Die entscheidend Frage ist Warum hören wir nicht auf?

00:17:11: Und die Antwort ist relativ vielschächtig, aber sie läuft im Kern eigentlich immer wieder auf dasselbe hinaus.

00:17:21: Aufhören bedeutet Verlust.

00:17:23: Aufhören bedeutet zuzugeben – das war nix!

00:17:27: Aufhörn bedeutet Zeit und Energie, die Hoffnung, die man investiert hat als verloren zu betrachten.

00:17:37: Das tut weh.

00:17:41: Mehr, als weiterzumachen.

00:17:45: Zumindest fühlt sich das so an nach dem Motto ... ich hab nix gesehen!

00:17:52: Aber hier ist die Wahrheit, die ich dir heute wirklich mitgeben möchte.

00:17:57: Die Investition ist bereits verloren, egal ob du aufhörst oder weitermachst.

00:18:01: Die Zeit, die vergangenen ist, bekommst du nicht zurück.

00:18:04: Die Frage ist nur wie viel mehr du noch investierst?

00:18:08: Heute Morgen, nächste Woche, nächsten Monat, nächstes Jahr.

00:18:13: Der Automat gibt dir das Stofftier nicht!

00:18:16: Das ist keine Frage des richtigen Moments, der richtigen Eurost, der richtige Strategie... ...der Automat ist so gebaut, dass du verlierst.

00:18:27: Das ist sein Geschäftsmodell und manche Menschen in unserem Leben, manche Situationen, mancher Verbindung sind leider genauso gebaut Und es hat nix mit Boshaftigkeit oder so zu tun.

00:18:41: Manchmal ist das, weil der andere tatsächlich selbst nicht kann was du dir wünschst.

00:18:46: Weil er nicht bereit ist.

00:18:48: Weil die Voraussetzungen schlicht nicht vorhanden sind und da nützt auch Potenzial nichts!

00:18:55: Und das anzuerkennen ist mutig.

00:18:58: Weil's bedeutet loszulassen ohne die Garantie dass danach sofort etwas Besseres kommt.

00:19:04: Ohne dieses tröstliche Gefühl dass die Investition sich am Ende doch noch gelohnt hat.

00:19:13: Aber weißt du, was nach dem Loslassen kommt?

00:19:16: Da kommt Platz!

00:19:18: Da kommt Raum!

00:19:19: Echter Raum für etwas, das wirklich zu dir passt.

00:19:22: Für jemanden bei dem du dich nicht erklären, nicht warten, nicht hoffen, nicht rechtfertigen, nicht leisten, nicht produzieren musst sondern einfach sein kannst.

00:19:33: Das ist kein Märchen.

00:19:34: Es ist das, was passiert wenn man aufhört sein Taschengeld in so einen Automaten zu schmeißen.

00:19:41: Und ich will dir deshalb heute auch noch nicht irgendwie acht oder zehn oder drölfe neunzig Tipps geben, keine Liste die sich irgendwie gut liest und wie du morgen eh vergessen hast.

00:19:52: aber ich will hier drei Sachen mitgeben.

00:19:55: Keine Tricks sondern eine Haltung!

00:19:57: Und zwar erstens bitte schau auf das was ist, nicht auf dass was war oder was sein könnte.

00:20:06: Klingt simpel?

00:20:07: ist es nicht, weil wir so trainiert sind.

00:20:10: Wir sind auf geeicht Potenzial zu sehen, Gutes zu interpretieren das Beste anzunehmen und das ist grundsätzlich eine schöne Eigenschaft.

00:20:19: aber in der Liebe braucht sie eine Ergänzung die Bereitschaft auch das zu sehen was wirklich da ist Nicht etwas sein könnte Das was is.

00:20:29: frag dich Wenn dieser Mensch Und diese Situation sich nie verändern würde wenn Alles genauso bleibt, wie es heute ist.

00:20:40: Wäre ich dann noch dabei?

00:20:42: Und wenn die Antwort nein ist... Dann liebst du ein Fantasie-Gebilde!

00:20:50: Zweitens.

00:20:51: Sprich es aus klar und unmissverständlich weil eine der wichtigsten Erkenntnisse aus meiner eigenen Erfahrung mit Situation Ships ist Ich habe meine Wünsche nie wirklich klar ausgesprochen ist immer so formuliert.

00:21:06: Ich habe die Fragen an diesen Mann so gestellt, dass sie immer Raum für Hoffnung ließen, dass er mir eine Antwort geben konnte, die nicht so deutlich sein musste wie sie es eigentlich hätte sein sollen.

00:21:23: Wenn du wirklich wissen willst ob da etwas ist dann sag es direkt!

00:21:27: Nicht als Frage, die man deuten kann sondern als klare Aussage.

00:21:32: das is was ich mir wünsche bis zu dabei oder nicht.

00:21:36: Und die Antwort darauf, oder auch das Zögern des Kreisen, des Ausreden, das vielleicht kommt – das sagt ihr mehr als hundert analysierte Nachrichten und gedeutete Botschaften zwischen den Zeilen!

00:21:51: Und drittens, und das Allerwichtigste würde ich sagen, entscheide dich für dich.

00:21:57: Das ist der vielleicht schwerste Schritt, weil er bedeutet die eigenen Bedürfnisse über die Hoffnung auf seine oder ihre Veränderung zu stellen.

00:22:06: Weil er bedeutet, sich selber ernstzunehmen auch und gerade wenn der andere das vielleicht grade nicht tut.

00:22:14: Du verdienst keine Beziehung in der du ständig wartest!

00:22:19: Du verdienst keine Verbindung die sich nach Arbeit anfühlt, nach Verdienen, nach Beweisen, nach Ausharren, nach Durchhalten... ...du verdienst jemanden bei dem das Grundgefühl Sicherheit ist und den findest du nicht, solange du all dein Geld in den falschen Automaten schmeißt.

00:22:41: Und weil wir gerade so schön drin sind ich möchte dir etwas mitgeben das genau hier ansetzt falls du es noch nicht hast bitte besorgst ihr deinen Buch mein neues Buch.

00:22:57: Du bist nicht beziehungsunfähig weil ich es geschrieben habe für alle, die sich fragen warum passiert mir das immer wieder?

00:23:04: Warum stehe ich immer am falschen Automaten.

00:23:07: Warum investiere ich so viel in Menschen, die selber nicht investieren?

00:23:13: und die Antwort auf diese Fragen liegt selten in der anderen Person.

00:23:18: sie liegt meistens irgendwo in uns selber in Mustern, die wir so lange tragen dass sie sich wie ultimative Wahrheiten anfühlen.

00:23:26: Überzeugung, die uns sagen so viel bin ich wert, soviel kann ich erwarten, so viel Liebe steht mir zu und die gute Nachricht, die wirklich gute nachricht ist.

00:23:36: Das ist Bullshit!

00:23:37: Es stimmt nicht.

00:23:39: Diese Überzeugungen sind nicht die Wahrheit.

00:23:42: sie sind Geschichten und Geschichten kann man umschreiben.

00:23:46: und genau das machen wir in diesem Buch mit konkreten Fragen, mit Übungen.

00:23:51: Mit Fallgeschichten aus meiner Arbeit und auch aus meinem eigenen Leben.

00:23:55: Du bist nicht beziehungsunfähig, kostet zweiundzwanzig Euro, ist überall im Buchhandel und findest einen Link in den Show-Notes.

00:24:07: Lass mich vielleicht das Wichtigste noch mal auf den Punkt bringen sozusagen!

00:24:13: Das Stofftier, dass du heute wirklich mitnehmen darfst.

00:24:19: Verlustaversion ist der Begriff und Verlustaversion ist real, dieses Gefühl eine Investition die man schon getan hat nicht aufgeben zu wollen weil man schon so viel reingesteckt hat.

00:24:34: es ist zutiefst menschlich aber Es ist kein guter Ratgeber, schon gar nicht in der Liebe.

00:24:40: Das Phantasiegebilde ist verlockend aber Beziehungen funktionieren nicht mit Potenzial – sie funktionieren mit Realität.

00:24:50: und wenn du mehr Zeit damit verbringst sein Verhalten zu erklären als es zu genießen dann ist das ein ziemlich deutliches Zeichen!

00:25:01: Der Greifautomat hat viele Gesichter.

00:25:04: die Situation schippt, die dich beschäftigt hält ohne dass sie je wirklich irgendwas richtiges wird.

00:25:10: Die Achterbahnbeziehung mit ihren intensiven Versöhnungen wie Beweise wirken aber keine sind sondern einfach nur der nächste Euro.

00:25:20: Die Wertedissonanz in der man hofft das Leben schon eine Lösung finden wird und die nazistische Beziehung, die gefährlichste Form von allen weil es so gebaut ist dass du immer weiter spielst und immer mehr verlierst.

00:25:38: Und in all diesen Situationen gilt es selber, das Stoff dir gibt's nicht!

00:25:43: Der Automat ist so gebaut, dass du verlierst – die Frage ist nur, wann du aufhörst einzuwerfen.

00:25:51: Und loslassen davon echtes Loslassen ist kein Versagen.

00:25:58: Es ist deine Rettung, es ist eine Entscheidung für dich selbst Beste und mutigste, die du treffen kannst.

00:26:07: Der Automat gibt dir das Stofftier nicht – es hat er noch nie!

00:26:11: Und er wird's auch beim nächsten Versuch nicht tun.

00:26:13: Geh vom Automaten weg und schau was dich da draußen erwartet.

00:26:20: Und ich lass Dich heute mit diesem Gedanken Die Zeit, die Du am falschen Ort wartest ist nicht verloren.

00:26:32: Sie isst Eine Lektion, aber irgendwann hat man die Lektionen gelernt und dann darf man gehen.

00:26:43: Alles Liebe!

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